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Tin Lizzy zu Gast in Hornburg

22 PS bringt der Ford T von Jens Langhoff auf die Straße. 22 PS bringt der Ford T von Jens Langhoff auf die Straße.

Ein sonores Blubbern grummelt Sonntagmittag über den Hornburger Burghof. Rasch ist das schwarz glänzende Etwas von Menschen umlagert, es riecht nach Benzin. Jens Langhoff hat seinen Tin Lizzy angekurbelt.

Tin Lizzy war und ist der Spitzname für ein Ford T, Baujahr 1917. „Das Modell T war der erste am Fließband produzierte PKW“ berichtet Langhoff. Der Osterwiecker erklärt geduldig, wie das Fahren mit dem 22 PS-Boliden so ist. Kuppeln, Schalten, das gibt es bei diesem Auto nicht, erzählt er. Geschwindigkeit und Gänge werden über einen Bremshebel und drei Pedale geregelt. „Das verlangt Übung“, erzählt Langhoff. Gebremst wird durch „runterschalten“. „Die Drei Liter bremsen ganz hervorragend“, scherzt Langhoff. Da ist der Burghof bei bestem Spätsommerwetter bereits rappeldickevoll. Die Menschen strömen zuhauf auf den von der Werbegemeinschaft organisierten Großflohmarkt, der sich von der Burg bis weit vorbei an der Marienkirche erstreckt. Dort steht der Förderverein des Hornburger Stadtbades und freut sich auf den guten Zuspruch an seinem Verkaufsstand. Jeder Euro nutzt dem Freibad. Musikanten, Restauration, Hornburger Gewerbebetriebe nutzen die Gelegenheit, sich entlang der Straßen im Schatten der Fachwerkhäuser mit eigenen Ständen den Besuchern zu präsentieren.

Mit dem Hochrad auf Tour

Auf dem Weg zum Heimatmuseum begegnen wir einem Hochrad. Geschoben wird es von einem Mann in Knickerbockern, auf dem Kopf eine Schiebermütze und der Bart ist anständig gezwirbelt. Zeitgemäß eben, darauf legt der Isingeröder Christian Steyer Wert, wenn er mit dem Fahrrad unterwegs ist. „Fahren geht wegen der vielen Menschen nicht“, sagt er. Zu groß ist die Sturzgefahr. Er ist später am Stand von Bike and Barbecue zu finden. Im Heimatmuseum wird unterdessen fleißig gedrechselt. Vier Reihen tief stehen die Besucher, darunter viele Kinder, vor der Museumswerkstatt, in der Gotthard Niesel und Dieter Meyer fröhlich drauflos werkeln. Gerade ist ein schicker Pilz fertig geworden, den sich ein junges Mädchen gewünscht hat. Beim Besuch an der Drechselbank gibt es ein Wiedersehen mit Ferdinand Bötel. Er hat gerade seine Ausbildung zum Drechsler mit Bravour bestanden. „Inzwischen können wir von ihm lernen“, freut sich Niesel. Auch am Biedermeierhaus gibt es Handwerk zu erleben. Sylvia Ahrens sitzt im Schatten des Baumes vor dem Haus und spinnt aus Rohwolle mit ihrem Spinnrad Fäden zu einem Knäuel Wolle zusammen. Das Klickern und Klackern des Spinnrad hat durchaus etwas Meditatives. Auch hier: Viele Menschen nutzen die Gelegenheit, mit Ahrens ins Gespräch zu kommen, sehen sich anschließend das liebevoll eingerichtete Biedermeierhaus auch von innen an. „Das ist toll“ schwärmt sie. Ein toller Tag in Hornburg.

Auf der Facebookseite der Wolfenbütteler Zeitung gibt es dazu ein Video (öffnet sich in einem neuen Fenster)

Feuer und Rauch im Bergwerk

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