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Geheimgänge auf Schloss Schliestedt?

Schloss Schliestedt im Landkreis Wolfenbüttel Schloss Schliestedt im Landkreis Wolfenbüttel

Einst soll es geheime Gänge vom Schloß Schliestedt bis hinunter zur B82 gegeben haben, die von Räubern genutzt wurden. Diese und andere spannende Geschichten gab es zum Tag des offenen Denkmals zu hören.

„Die B82 gab es früher schon, sie war ein wichtiger Handelsweg“, erzählte Sabine Resch-Hoppstock, Leiterin des im Schloss ansässigen Seniorenheimes bei unserem Besuch. Es solle einen Geheimgang gegeben haben, sagte sie beim Gang vom Foyer die Treppe hinauf in den großen Saal, in dem auch das Standesamt sein Domizil hat. Auf einem Treppenabsatz die fragliche Tür. „Das endet in einem Schacht im Keller“, erzählte sie.

Architektur im Stile Versailles

Die Architektur des Schlosses und der Aufbau des Schlossparks orientiere sich stilistisch an Versailles. „Hier spielten ein französischer Baumeister und ein italienischer Stuckateur zusammen“, so Resch-Hoppstock. Das Schloss habe Heinrich Bernhard Schrader, Kanzler des jungen Herzogs Karl I. Im 18. Jahrhundert erbaut. „Hier wurde Diplomatie betrieben“, sagte Resch-Hoppstock. Wer in Braunschweig bei Hofe besser nicht gesehen worden sei, den habe man in Schliestedt empfangen. „Das Material für den Bau stammt aus der Region“, erzählte sie weiter. Der Stein sei aus Steinbrüchen der Umgebung gekommen, das Holz aus dem Harz.

Festsaal dient heute Veranstaltungen

Wenn der Besucher das Foyer betritt und den darauf folgenden Gartensaal, kann sich gut vorstellen, wie vor mehr als 200 Jahren im Schloss Feste gefeiert wurden. „Dort, wo heute die Autos parken, war früher der mit Wasser gefüllte Burg- und Schlossgraben“, berichtete sie weiter. Direkt über dem Gartensaal befindet sich ein Festsaal. Spiegel in den Wänden lassen den Besucher buchstäblich um die Ecken sehen, Stuckfiguren zeigen Pfllanzenornamentik. „Wir nutzen den Saal heute ausschließlich für Veranstaltungen“, so Resch-Hoppstock. Auch Trauungen finden hier statt.

Musik erklingt im ganzen Haus

200 Jahre nach seiner Errichtung, im zweiten Weltkrieg, machten die Nationalsozialisten aus dem barocken Schloss der Sitz der Staatsmusikschule Braunschweig, wenige Jahre nach dem Krieg veräußerte es die letzte Adelsbesitzerin an den Landkreis Wolfenbüttel. Heute hat in dem schönen Bau eine Seniorenresidenz ihren Platz. „Die Appartements unserer Bewohner sind in dem alten Stil gestaltet“, erzählt sie über die heutige Nutzung. Der Stuck sei dort noch vorhanden. „Wenn im Festsaal Musik gespielt wird, dann spürt man diese im ganzen Haus“, schwärmt sie. Und die Parkanlage ist nach wie vor eine für Fotos beliebte Location.

Das Schloss Schliestedt öffnete seine Tore anlässlich des bundesweiten 25. Tages des offenen Denkmals. Auch im im Landkreis Wolfenbüttel machten viele Denkmäler mit.

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