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Erasmus Montanus: Die Erde ist eine Kugel

Theaterkreis Bortfeld probt Erasmus Montanus Theaterkreis Bortfeld probt Erasmus Montanus

Die Erde ist eine Kugel: Dass der Student Erasmus Montanus diese Erkenntnis von seinen Reisen ins Dorf trägt, ist ungeheuerlich. Der Theaterkreis Bortfeld bringt am 12. Oktober das gleichnamige Stück in die Peiner Festsäle. Ein Probenbesuch.

Es ist voll in der offenen Scheune auf einem Hof in Bortfeld. In einer dichten Traube stehen die Schauspieler um den Regietisch, holen sich Anweisungen für den Probentag. Kostüme gibt es noch nicht geprobt wird in Räuberzivil. 60 Menschen bringt der Theaterkreis auf die Bühne. „Wir haben seit über vier Monaten die Texte“, berichtet Kira Fleddermann. „zum Üben haben wir uns erst sporadisch getroffen. Seit ein paar Wochen sind wir an den Massenszenen“, erzählt sie, dann flitzt sie selbst auf die Bühne. Sie spielt mit, spielt eine junge Frau, die auf den Namen Henna hört.

Eine Souffleuse hilft bei Unsicherheiten

Die Bühne ist klein. Bei den Massenszenen drängelt es sich etwas. Währenddessen knattert ein Motorrad draußen auf der Straße vorbei und meckert ein Bohrer lautstark im Hintergrund. Nicht einfach, sich dabei auf seinen Text zu konzentrieren. Vor der Bühne stehen Melanie Polkehn, Frank Witt und Sarah Brennecke am Regietisch, notieren gewissenhaft jede Anweisung, die Regisseur Christopher Graffam an die Darstellerriege weitergibt. Das macht es für die folgenden Proben einfacher. Szene für Szene, Satz für Satz, arbeitet das Regieteam im Manuskriptbuch ab, gleichzeitig verfolgt Sylvia Gräve als Souffleuse sicher jede noch so kleine Unsicherheit. Soufflieren ist übrigens französisch und bedeutet in etwa flüstern. Bei der Premiere in Peine wird sie es hoffentlich nicht tun müssen, vor der Scheunenbühne weist sie auf falsche Texte und Einsätze hin.

Die Laiendarsteller proben dreimal wöchentlich

Vor der Bühne steht Christopher Graffam, Vorsitzender des Theaterkreises und Regisseur des Stücks. „Wir üben im Moment dreimal die Woche an dem Stück“, erklärt er in einer Pause. „Jeder Amateur soll einmal die Chance haben, auf der großen Bühne zu spielen“, sagt er. Das Ensemble kommt denn auch aus dem Umfeld des Theaterkreises, aus dem Ort, alle sind Laiendarsteller. „Wir gehen direkt von der Scheune auf die Bühne“, sagte er. Das Wichtigste ist die Freude am Spielen, weiß er. „Es ist einfach toll, wenn das Publikum das sehen kann“, sagt er dann. 750 gehen in die Peiner Festsäle, da ist die Nervosität groß. „Wenn der Vorhang sich hebt, ist die Spannung bei mir am Größten. Dann weiß ich, dass ich nichts mehr ändern kann“, lacht er.

Das Ensemble macht alles selbst

Das Theaterensemble macht alles selbst, vom Bühnenbild über die Technik bis zu den Kostümen, erzählt er, dann knattert ein Motorrad lautstark auf der Straße vorbei und erklingen lautstark die Glocken der nahen Kirche. Geprobt wird trotzdem, es geht weiter auf der Bühne. Graffam verschränkt die Arme, senkt den Kopf, verfolgt jeden Satz auf der Bühne, winkt dann, gibt neue Anweisungen. „Du kannst direkt stören, wenn Du auf die Bühne kommst“, erklärt er, dann wird die Szene noch einmal gespielt. „Wir haben drei Durchlaufproben mit allen Beteiligten“, erklärt er schließlich. Neben den Schauspielern spielt noch der Singkreis mit und auch die Musik wird live gespielt. „Noch proben sie extra. Bei den Durchlaufproben bringen wir dann erstmals alle zusammen“, so Graffam.

Wer sehen möchte, wie sich die Komödie in drei Akten auf der großen Bühne macht, der kommt am 12. und 13. Oktober in die Peiner Festsäle. Es gibt noch Karten.

Links (öffnen sich jeweils in einem neuen Fenster)

Die Theaterproben bei Youtube.

Der Theaterkreis Bortfeld

Die Peiner Festsäle

Feuer und Rauch im Bergwerk
Geheimgänge auf Schloss Schliestedt?

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