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Die schwarze Szene feiert sich auf dem M'era

The Prodigy The Prodigy auf dem M'era Luna 2018

Am Wochenende feierte sich die schwarze Szene in Hildesheim. Das M‘era Luna lockte erneut 25000 Besucher auf das Flughafengelände in Drispenstedt. Modenschauen, Lesungen und ein bunter musikalischer Reigen für jeden Geschmack sorgten für ein unterhaltsames Wochenende.

Traditionell begann das Festival auf dem Hildesheimer Flughafen mit Lesungen. In diesem Jahr sorgten Markus Heitz, David Grashoff und erneut Christian von Aster für einen vollen Hangar. Vor allem von Aster sorgte für Zwerchfell erschütternde, intelligente, witzige und immer wieder gerne auch die schwarze Szene liebevoll auf den Arm nehmende Unterhaltung. Was macht ein Grufti wenn er alt wird? Er geht in ein ganz spezielles Altenheim. Willkommen in der Villa Gruftenblick, hier ist für euch immer Mitternacht, hieß es dort. Das schwarze Publikum johlte, hatte Spaß mit einem seiner Lieblingsautoren. Nicht für jeden Geschmack, aber auffällig, elegant, besonders, war die Modenschau am Festivalsamstag ein viel besuchtes Highlight des Festivals. Von Kleidern im Seil dominiertem Bondagelook, über Latex- und Lackkreationen bis hin zu Body Modifications geht in diesem Jahr die Bandbreite. Vieles von dem, was auf der Bühne gezeigt wurde, konnte hernach in der Gothic Fashion Town geshoppt werden.

Musikalisch hatte das diesjährige M‘era Luna ebenfalls sehr viel Abwechslung zu bieten. Im Hangar sorgten Rabia Sorda mit ihrem Harsh Electro für einen standesgemäßen Abriss. Fette Beats, bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Stimmen und dystopische Texte sind Kennzeichen der Mexikaner, die am Sonntag mit ihrem Hauptprojekt Hocico als Headliner im Hangar spielten. Nachmittag hatten „Das Ich“ um die Masterminds Bruno Kramm und Stefan Ackermann ihren Auftritt. Ihre religionskritischen Texte und die sinfonisch-elektronische Musik kamen an beim Publium.

Auf der Hauptbühne feierten die Fans, es war an beiden Tagen von Anfang an gut gefüllt vor beiden Bühnen, die eher folk- und rocklastigen Acts. Auch hier Abwechslung pur. Elektropop à la Apoptygma Berzerk neben Wave-Projekten wie den Merciful Nuns oder The 69 Eyes. Mittelalterfreunde kamen mit Tanzwut und In Extremo auf ihre Kosten. Nicht wirklich ein Gewinn war der Headliner in diesem Jahr. The Prodigy interessierten die Technikprobleme zu Beginn der Show nicht. Hardcore mit krassen Breakbeats schön und gut, aber zu einer guten Show gehört eben doch mehr als mit jedem zweiten Satz „fuck“ ins Mikrofon zu brüllen und die ersten Reihen mit völlig übersteuerten Bässen wegzublasen. Bekannte Hits wie „Firestarter“ waren davon eine löbliche Ausnahme. Am nächsten Tag dann mit „Die Kammer“ der totale Gegensatz. Handgemachte akustische Musik, die mit Cello (Benno Cellini), Tuba, Gitarren (Matze Ambré) und ausdrucksstarken Stimmen (Marcus Testory) zu begeistern wusste. Ganz wunderbar auch Bannkreis, das zweite Bandprojekt von Eric Fish neben Subway to Sally. Seinen Abschluss fand das Festival mit dem EBM-Veteranen von Front 242 und Eisbrecher.

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