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Benzingeruch und heulende Motoren

20180901_Stoppelfeldrennen_0151 Dicht an dicht brausen die bunten Schrottflitzer am Publikum vorbei.

Über dem Stoppelacker von Wendezelle liegt der Geruch von Benzin. Mit heulenden Motoren ziehen die Rennwagen ihre Bahnen über den Acker. Das zweitägige Motorsportspektakel wollen einige Tausend am Wochenende sehen.

„Wir fahren nicht auf Karambolage“

In der Boxengasse wird emsig geschraubt. Generatoren dröhnen zwischen den Autos, auf deren Dächern in schwarzen Lettern Startnummern stehen. Über 300 sind es, die zum 38. Stoppelfeldrennen des MSV Wendeburg gekommen sind, ein Rekord, vermeldet Pressesprecher Thorsten Pitt. Das Publikum säumt unter Pavillons und auf Strohballen die abgesperrte Strecke, weit genug entfernt von den Staubfahnen mit grober, dunkler Erde und feinem Sand, den die Wagen hinter sich herziehen.

Der Überrollkäfig ist ein Muss

Geheime Zutaten wie Nitro oder Flugbenzin gebe es nicht, lacht Niklaas Meier vom Team Vechelade. „Die Autos kommen für wenig Geld vom Schrott“, erklärt er. Was ist das Allernötigste? Tacho und Drehzahlmesser, Fahrersitz, Lenkrad, das sei es im Grunde schon. Viele hätten die Luftansaugung in den Innenraum verlegt, damit der Staub draußen bleibt. „Ein paar Dinge sind Pflicht“, sagte er dann. Dazu gehören Halskrause, Helm, Handschuhe und Hosenträgergurte für den Fahrersitz. Natürlich sind die Scheiben nicht mehr drin, stattdessen Gitter und ein Überrollkäfig. „Wir fahren nicht auf Karambolage, aber passieren kann das immer mal. Auf dem weichen Boden ist die Kontrolle über das Fahrzeug nicht einfach“, sagt er, wendet sich dann wieder seinem Auto zu.

Fahrzeuge werden für die Rennen entkernt

Der Vechelder Martin Fricke steht bereits in der Box, als der zerbeulte grüne Renner seines Sohnes von der Strecke zurück kommt. Das erste Rennen sei nicht so toll gelaufen. Die Lichtmaschine habe den Geist aufgegeben. Sie wird jetzt auf die Schnelle von irgendeinem Schrottplatz beschafft. Aber auch die Teams helfen sich untereinander. Das Miteinander wird traditionell groß geschrieben beim MSC-Rennwochenende. Fricke selber sitzt später am Steuer eines komplett ausgeräumten Allradaudis. Die fahren wegen der hohen PS-Zahl und des Allradantriebs in einer eigenen Klasse. Dort starten auch Niedersachsenmeister, sagt er. Chancen habe er wohl eher nicht. „Geil, einfach nur geil“, schwärmt er dann aber doch bei der Rückkehr in die Box. Das Auto sei super gelaufen, trotz Platten vorne Links. Platz drei sei es geworden von acht Startern, gleich beim ersten Mal mit dem „neuen“ Auto.

Vor dem Start kocht das Adrenalin

Von den 300 Startern seien 16 Jugendliche unter 18 Jahren dabei und auch 12 Frauen, erklärt Pitt beim Marsch Richtung Start. An der Warteschlange der sich im Vorstart einreihenden Fahrzeuge treffen wir eine der Frauen. Es ist warm im Fahrzeug, die meisten Fahrer haben ihre Helme noch neben sich liegen. „Das ist Adrenalin pur, vor allem kurz vor dem Start“, verrät sie uns. Immer acht Fahrzeuge einer Klasse reihen sich nebeneinander auf einer Linie am Start auf, Rennkommissar Lothar Dieber prüft, ob alles mit rechten Dingen zugeht. Sobald die Bahn wieder frei und präpariert ist, geht es los. Die Füße stehen auf dem Gas. Beim Start schleudern die Räder eine Menge Acker hinter sich. Vornewegfahren ist angesagt, sonst frisst man Dreck bei den Rennen, die auf Zeit über vier Runden, als Langstreckenrennen über eine halbe Stunde oder als Viertelmeilenrennen gefahren werden. Ein Riesenspaß für Fahrer und Publikum.

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