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Auf Novalis Spuren

Novalis-Lesung im Rittergut Lucklum Lesung im Rittersaal des Lucklumer Rittergutes

Mit einer erneut gut besuchten Novalis-Lesung schloss Donnerstagabend die Reihe „Lessing im Landkreis“ der Lessing-Akademie. Der Abend führte durch das unerschöpfliche Repertoire Novalis‘. Die Veranstalter zogen eine positive Bilanz der Reihe und schließen eine Fortsetzung nicht aus.

„Das war für uns ein Novum“, sagte Cord-Friedrich Berghahn, Präsident der Lessingakademie zu Beginn der Veranstaltung im Gespräch mit unserer Zeitung. „Wir waren an einige Orten, die ich nicht kannte“, erklärte er. Der einzige Wermutstropfen sei der allenthalben begrenzte Platz gewesen bei den Veranstaltungen in Kirchen und Gutshäusern. „Es gab an den Veranstaltungsorten Bezüge zu den Autoren. Das war großartig“, so Berghahn. Das Feedback der Besucher sei durchweg positiv gewesen. „Wir würden das jederzeit wieder machen“, fügte er hinzu.

Auch die Veranstaltung am Donnerstag im Rittersaal des Lucklumer Rittergutes hatte einen deutlichen Bezug zum Autoren Novalis, lebte dieser doch unter seinem Namen Friedrich von Hardenberg eine Zeitlang bei seinem Onkel auf der Deutschordens-Kommende Lucklum. „Der Aufenthalt selbst hat keine Spuren in Novalis Werk hinterlassen“, sagte Helmut Berthold, Geschäftsführer der Lessingakademie. Er las gemeinsam mit der Braunschweiger Schauspielerin, Lehrerin und Theaterpädagogin Susanne Maierhöfer aus Briefen, Aphorismen und Fragmenten des mit 28 Jahren verstorbenen Autoren. Das Werk des Autors sei nahezu unerschöpflich, so Berthold. „Man könnte noch fünf Lesungen mit Novalis machen“ sagte er.

Wortgewaltig schließlich die Texte, die Berthold und Maierhöfer für die Lesung zusammen gestellt hatten. „Man darf sich Novalis nicht als schwärmerische, elfenhafte Gestalt vorstellen. Er war Praktiker“, so Berthold. Leidenschaftlich argumentierende Briefe an den gestrengen Vater, liebevolle Briefe an die Mutter und an den geliebten Bruder waren zu hören. „Der Vater und der Onkel waren sehr strenge, patriarchalische Gestalten“, erzählte Berthold. Faszinierend in ihrer Sprache und ihrer Neugier die Tagebücher, die die Vorleser als Steinbruch für das Schaffen des „Künstlers“ bezeichneten. Sie gaben beredten Einblick in das Leben und Denken des Novalis. Situationen wie der Tod des geliebten Bruders und der jungen Verlobten fanden dort Einzug. Amüsant dann die Listen, die Novalis akribisch geführt habe. Zwischen Namen bedeutender Literaten fand sich der eigene, Novalis, Name, simpel als Ich. Auszüge aus Gedichten bildeten den Abschluss der Lesung. Sie wurde schließlich mit großem Beifall bedacht.

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